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Vorhänge als Dekoration

Vorhänge werden immer in Verbindung mit einem fließenden Stoff gebracht. Außerdem denken bei dem Begriff etliche an die Dekoration in der eigenen Wohnung. Zur Befestigung wird ein Vorhang stets an einer Stange oder einer Schiene befestigt. Dabei erfüllt er zwei unterschiedliche Funktionen: Zum einen soll er die Nachbarn davon abhalten in die Wohnung zu schauen. Zum anderen wird das blendende Sonnenlicht ferngehalten. Vorhänge dienen aber auch wie Teppiche als Wanddekoration, die vor Kälte von außen beschützt und die Wand dahinter verbirgt. Bevor die Tapete erfunden wurde, waren solche Wandvorhänge absolut beliebt. Man spricht dabei von einem Flächenvorhang. Damit dieser auch gerade fällt, nimmt man normalerweise ein Element zum Beschweren am Bodensaum. Dies kann beispielsweise eine Schnurzugschiene oder ein Schleuderstab sein.

Heutzutage kann man Vorhänge in allen möglichen Farben kaufen. Wegen der vielen verschiedenen Stoffe und Muster sind sie in vielen Formen erhältlich. So kann man sich ebenfalls einen individuellen Vorhang anfertigen lassen und mit einem eigenen Motiv bedrucken lassen.Wie und wo die Vorhänge zum Einsatz kommen, hängt stets davon ab, welcher Stoff benutzt wurde. Ein passendes Beispiel dafür ist die Theaterwelt. Hier haben Vorhänge gleich mehrere Verwendungszwecke. Der sogenannte Eiserne Vorhang oder Schutzvorhang dient zum Schutz vor Bränden und trennt, wenn er von der Decke heruntergelassen wird, die Bühne vom Zuschauerraum. Solange auf der Bühne keine Vorstellung stattfindet, ist diese Art von Vorhängen stets heruntergelassen. Erst zu Beginn der Aufführung wird der Schutzvorhang gelüftet. Für die Entstehung des Eisernen Vorhangs ist maßgeblich eine Katastrophe im 19. Jahrhundert in Österreich verantwortlich: Am 8. Dezember 1881 brach im Ringtheater in Wien ein Feuer aus, in dem offiziell 384 Menschen starben, andere Quellen sprachen sogar von noch mehr Opfern.

Neben diesem Vorhang gibt es am Theater allerdings noch weitere Arten von Vorhängen. Der sogenannte Hauptvorhang dient zur optischen Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum. Dieser Art von Vorhang ist ein zentrales Element im Theater und damit den meisten Zuschauern bekannt: Es handelt sich dabei um den klassischen Theatervorhang aus rotem Samt. Es gibt jedoch noch diverse Vorhänge, die zum Einsatz kommen, wenn im Verlauf der Aufführung das Bühnenbild geändert werden muss. Es gibt verschiedene Hauptvorhänge die zum Einsatz kommen. Meistens wird allerdings der sogenannte griechische Vorhang benutzt. Im Normalfall wird der Vorhang hierbei mit Rollen auf Schienen fixiert. Wenn die Aufführung eröffnet wird, wird er einfach auf die Seite geschoben. Der deutsche Vorhang wird nach oben aufgezogen und ist aus einem Stück hergestellt.

Weitere Vorhänge sind der italienische und französische Vorhang, wobei der französische Vorhang der technisch Aufwändigere ist. Eine spezielle Variante des französischen Vorhangs wird auch im Bayreuther Festspielhaus eingesetzt und deshalb wird er auch Wagnervorhang genannt. Mit Vorhängen misst man ebenfalls die Euphorie des Publikums, nachdem ein Stück zu Ende gegangen ist. Wenn die Vorstellung gut war, und das Publikum viel applaudiert, wird der Vorhang immer wieder hochgezogen, um die Darsteller nochmals zu zeigen. Je mehr Vorhänge, umso beliebter ist das Stück. Beim Ballett Schwanensee aus dem Jahre 1964 mit Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew wurden 89 Vorhänge benötigt, bist das Publikum den Saal verließ. Dies ist absoluter Rekord.

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