Mein Artikelverzeichnis

…für Deine Artikel

Gesellschaftstrend: SM, Bondagen – keine besonderen Personenmerkmale

SM-Praktiken und Bondagen
SM-Praktiken und Bondagen (Fesselungen) werden von Menschen der unterschiedlichsten sexuellen Ausrichtungen, unterschiedlichster Gesellschaftsschichten und in allen Altersklassen sowie verschiedensten Kulturen angewandt. Die Beweggründe für Sado Maso sind verschiedenster Natur und können nicht eindeutig eingegrenzt werden. Für viele Menschen bedeuten SM-Praktiken eine Erhöhung der sexuellen Lust. Während manche Menschen ausschließlich mittels Sadomaso-Praktiken eine sexuelle Befriedung erlangen, betrieben andere solche sexuellen Spiele eher in größeren Abständen, um den besonderen Kick zu genießen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass Sadomaso zunehmend in den verschiedensten Formen praktiziert wird. Allerdings spielt hierbei auch die zunehmende Offenheit des Umgangs mit außergewöhnlichen Sexualpraktiken eine Rolle. Was einst verschämt versteckt wurde, wird heute offener praktiziert, teils in einem BDSM Studio oder auf bestimmt Interentseiten und in Pornofilmen sogar zur Schau gestellt. Dennoch ist Sado Maso und Fesselspiele beim Sex noch immer mit zahlreichen gesellschaftlichen Vorurteilen behaftet.

Freiwilligkeit aller Partner

Gleich ob Sadomaso und Bondagen innerhalb einer Gruppe oder unter zwei Partnern, unabhängig vom Geschlecht, betrieben wird, es setzt immer die Freiwilligkeit aller Beteiligten voraus. Dominas, die im BDSM Studio tätig sind, werden teils für bestimmte Praktiken eigens ausgebildet und angewiesen. So ist es gewöhnlich üblich, dass Zeichen vereinbart werden, wenn der nichtdominante Partner einen Abbruch wünscht. Nicht wenige der Bondagen-Spiele sind direkt darauf angelegt, auch Schmerzen angelegt. Solange alle Beteiligten erwachsen sind und dies wünschen und es eindeutige Regeln und Grenzen gibt, sind auch diese Praktiken nicht zu verurteilen. Gleiches gilt für Praktiken wie der Zwangsentsamung (Samen melken). Beteiligte wünschen manchmal die Zwangsentsamung, da sie anschließen, beziehungsweise bei häufiger Wiederholung zur längeren Erektion führt. Solche sexuellen Praktiken sind weder unnatürlich noch krankhaft. Im Gegenteil, sie wurden bereits in früheren Kulturen angewandt ohne geächtet zu werden.

SM, Bondagen – keine besonderen Personenmerkmale

Zum Thema Sadomaso gibt es umfangreich psychologische und psychoanalytische Literatur, wie u.a. von Panken, Annon, Schad-Somers, Eveans und Lagley oder Moser und Jamison aus den 1970er und 1980er, 1990er Jahren. Bis heute gibt es keine eindeutigen Hinweise, dass bei bestimmten Menschen/Menschengruppen eindeutige verstärkte Hinweise auf ein SM-Verhalten oder anderer sexueller Prägungen entwickeln. Bedenklich wird der Gebrauch von Bondagen und anderer SM-Praktiken, wenn er gegen den Willen der Partner durchgeführt wird. Bei Fesselungen, die ausschließlich der Schmerzzufügung, sogar Gesundheitsschädung, psychischer und physischer Unterwerfung ohne Einverständnis dienen, handelt es selten um rein sexuelle Praktiken, sondern um Machtspiele. Solche Fesselungen gehören in den Bereich der Gewaltausübung und Vergewaltigung. Hier muss eine deutliche Grenze zum einverständlichen Sex mit Bondagen und anderen SM-Praktiken gezogen werden.

, , ,

Comments are currently closed.